Warum Videoqualität wichtig ist - Encoding Excellence, Teil 1

   
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Teil 1 unserer Encoding Excellence-Serie: In diesem und folgenden Beiträgen werden wir eine Vielzahl von Themen behandeln, die sich mit der Videoqualität befassen. Im Rahmen dieser Blog-Serie werden wir Ihnen einige Inhalte zur Verfügung stellen, zum Beispiel ein neues Whitepaper zur Analyse von Per-title-Encodings von Jan Ozer sowie ein Webinar über objektive Videoqualität: Messungen, Methoden und beste Herangehensweisen.

Warum Qualität bei Inhalten wichtig ist

Die Eigentümer von Inhalten investieren große Summen in ihre Premium-Inhalte, daher ist es wichtiger denn je, dass sie auch in die Maximierung der Qualität bei der Bereitstellung investieren. Inhalte müssen in einwandfreier Qualität aufbereitet und gestreamt werden, um die Erwartungen der Zuschauer zu erfüllen, und diese Erwartungen werden immer anspruchsvoller. Die jüngsten Ereignisse haben uns gezeigt, dass die Nutzer nicht vor sehr deutlichem Feedback zurückschrecken, wenn die Qualität der Streams abnimmt.

Ende September 2019 schalteten die amerikanischen Football-Fans in den USA das Spiel Philadelphia Eagles gegen Green Bay Packers ein und erwarteten ein 4K High Dynamic Range (HDR)-Erlebnis in vollem Umfang - eine Premiere für einen NFL-Livestream. Fox Sports gab Pressemitteilungen heraus, in denen der technische Fortschritt für die Fans massiv beworben wurde. In der Erwartung, die von HDR versprochenen tiefen Farben und lebhaften Bilder und ein scharfes 4K-Erlebnis zu erleben, das die Zuschauer in das Spielfeld eintauchen lässt, wurden den Fans stattdessen allerdings ein Standard-Streaming mit lediglich hochskaliertem HD-Inhalt präsentiert - und sie waren nicht zufrieden. Großartige Inhalte alleine reichen bei Live-Übertragungen dieser Größenordnung nicht mehr aus, um das Publikum zu begeistern.

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Game of Thrones-Fans erinnern sich vielleicht an das Qualitätsfiasko der letzten Saison. In den sozialen Medien wurden Beiträge über das HBO-Streaming-Erlebnis veröffentlicht. Statt von epischen Kampfszenen oder Wendungen der Handlung zu sprechen, beschwerten sich die Zuschauer in der Twittersphäre über schwer zu sehende Szenen, verwaschene Farben und Bildartefakte - besonders auf großen Fernsehbildschirmen ein Problem.

Rückgang der Einnahmen

Eine Studie von Akamai Technologies aus dem Jahr 2019 ergab, dass 33% der Nutzer einen Stream aufgrund schlechter Streaming-Qualität verlassen. Verizon hat außerdem geschätzt, dass OTT-Videodienste, die durchschnittliche oder schlechte Qualität liefern, mit bis zu 25 % Einnahmeverlust rechnen müssen. Angesichts der explosionsartigen Zunahme von OTT-Diensten, die um den Konsumenten konkurrieren, ist es von großer Bedeutung, dass die Qualität ein entscheidender Grund für Ihr Publikum sein kann, sich abzuwenden.

Was hat sich also geändert?

Noch vor einem Jahrzehnt war das Betrachten von hochauflösenden Videos im Internet ein Luxus, heute ist hohe Videoqualität zu einem erwartbaren Standard geworden und entwickelt sich rasant weiter. High Definition und 4K-Auflösungen sind der aktuelle Industriestandard und 8K steht vor der Tür. Neben der reinen Auflösung haben sich natürlich auch Pixelqualität , Farbtiefe- und Treuheit im Laufe der Jahre stetig verbessert. Höhere Bitraten ermöglichen lebhaftere Farben und Detaildarstellungen, HDR-Technologien werden so  ermöglicht.

Die Zuschauer sind sich also einig, dass diese Technologien ein besseres Fernseherlebnis als frühere Medienformate bieten, doch die Implementierung modernster Medientechnologie ist nicht immer ganz einfach zu realisieren. Online-Streaming hat sich als eine der schwierigeren Herausforderungen für neue Medienformate erwiesen. Einige der Anforderungen, denen sich die Anbieter von Inhalten stellen müssen:

  • Fehlende Standardisierung
    Die Ausrichtung auf spezifische Geräte mit einem bestimmten Codec ist notwendig, um die Qualität zu optimieren - es wird dabei zunehmend schwieriger, mit der Entwicklung von fragmentierten Software- und Hardware-Codecs mitzuhalten. Encoder müssen Inhalte in einer ganzen Reihe von HDR-Formaten (HLG für die Übertragung, HDR10 für das Streaming, Dolby Vision für das Streaming usw.) aufbereiten, um die Zuschauer geräteübergreifend zu erreichen.
  • Authentische 4K/8K-Erlebnisse beginnen bereits mit der Videoproduktion
    Wenn die gesamte Upstream-Pipeline nicht aus einer nativen 4K-Umgebung besteht und die Downstream-Geräte 4K unterstützen, ist eine Bildskalierung erforderlich.
  • Bandbreitenbeschränkungen auf der letzten Meile
    Selbst mit schnellen Heim- und Mobilfunknetzwerken und effizienteren Codecs ist die Komprimierung von 4K-, 8K- und HDR-Videos in eine Größe, die auf der letzten Meile effizient gestreamt werden kann, schwierig, ohne die Qualität zu beeinträchtigen.

Die Bereitstellung eines hochauflösenden Streams frei von Netzwerkunterbrechungen (Rebuffering) reicht nicht mehr aus, um Zuschauer und Abonnenten zufrieden zu stellen. Die heutigen Zuschauer erwarten ein intensives Erlebnis. Sie möchten die zahlreichen Funktionen nutzen, die ihre Bildschirme und Geräte unterstützen - 4K, HDR und Audio der nächsten Generation.

Die Rolle von Encoding in diesem Szenario

Moderne Videoplayer beherrschen zwar die Wiedergabe von adaptiven Bitraten (ABR) und sind gegen Bandbreitenschwankungen resistent, aber Video-Encoder müssen in der Lage sein, möglichst klare Bilder mit der effizientesten Bitrate zu erzeugen, um die Erwartungen an die Quality of Experience (QoE) zu erfüllen. Ob der Moderator in einer Nachrichtenredaktion, eine actiongeladene Kriegsszene oder eine Nahaufnahme des entscheidenenden Tors - Encoder müssen flexibel genug sein, um für alle  Inhaltsszenarien eine makellose Qualität zu gewährleisten. Aber wie wichtig ist Qualität genau und wie sollten die Eigentümer von Inhalten Qualitätsprobleme erkennen und angehen?

Viele glauben immer noch, dass der Schlüssel zu qualitativ hochwertigen Videos in höheren Bitraten alleine liegt. Dieser Ansatz nutzt aber weder die Leistungsfähigkeit von Codecs noch berücksichtigt er die begrenzte Bandbreite, mit der die Zuschauer konfrontiert sein können, noch ist er kosteneffizient. Entweder durch erhöhte Lieferkosten oder durch qualitätsbedingte Abwanderung des Publikums; Eine fälschliche Gleichsetzung von Bitrate und Qualität wird sich negativ auf das Endergebnis auswirken. Der effektivste Ansatz zur Optimierung von Codierungsprofilen stellt sicher, dass die visuelle Wahrnehmungsqualität nicht beeinträchtigt wird (verbesserte QoE), dass die Bitraten für eine bessere Leistung bei der Bereitstellung und Verfügbarkeit reduziert werden (verbesserte Dienstqualität) und dass die Speicher- und Bereitstellungskosten gesenkt werden (verbesserte Wirtschaftlichkeit).


Im nächsten Teil der Blog-Serie "Encoding Excellence" gehen wir auf Methoden ein, mit denen sich die Qualität der Videos messen lässt.

Abschließend empfehlen wir dieses Webinar zum Thema:


"Assessing Video Quality: Methods, Measurements, and Best Practices" - mit Jan Ozer (Industry Analyst), Sean McCarthy (Technical produkt Manager, Bitmovin) und Carlos Bacquet (Solutions Architect, SSIMWAVE)

 

G&L-Partner Bitmovin

Wir danken Partner Bitmovin für die freundliche Bereitstellung der Inhalte.

Quelle des Original-Beitrags:
https://bitmovin.com/qoe-why-quality-video-matters/

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