22.09.2008
Die Geißendörfer & Leschinsky GmbH (G&L) baut ihre technische Infrastruktur aus und verfügt damit über modernste Technik für Empfang, Analyse, Schaltbarkeit, Aufzeichnung und Encoding von Fernseh- und Hörfunkprogrammen. Das Systemhaus reagiert mit der Investition auf die steigende Nachfrage nach leistungsstarker Kopfstellentechnik. „Die Ansprüche an Qualität und Betriebssicherheit von per IP übertragenem Fernsehen und Radio steigen ständig“, erklärt Alexander Leschinsky, geschäftsführender Gesellschafter von G&L. „Mit unserer Technik setzen wir neue Standards für SAT-Empfang und Encoding. Mir ist keine auch nur annähernd vergleichbare Installation bei unseren Mitbewerbern bekannt.“
An zwei Standorten in Köln ist der gesamte Signalweg vom Empfang bis zum Encoding so erweitert worden, dass 64 Fernseh- und 128 Hörfunkprogramme zusätzlich in optimaler Qualität aufbereitet werden können. Für den Satellitenempfang verwendet G&L mehr als 10 redundante Parabolantennen und LNBs von Kathrein, die in Zweiwegeführung an eine redundante L-Band-Matrix HMS-16-32 von Hiltron angeschlossen sind. Damit können SAT-Signale von beliebigen Satelliten frei an 19“-Receiver TT1222 und TT1260 von Tandberg geroutet werden, von denen zurzeit mehr als 30 zur Verfügung stehen.
Fernsehsignale werden anschließend per SDI an eine redundante Kreuzschiene VD6464S von Network Electronics übergeben. Ein von G&L speziell programmierter 19’’-Server analysiert die im SDI-Signal enthaltenen VPS-Informationen und wechselt eigenständig zwischen Fernseh- und Pausensignalen. Das Live-Signal wird nur geschaltet, wenn die betreffende Sendung tatsächlich läuft, vorgefertigte Videos lassen sich zu beliebigen VPS-Labels einspeisen. Ebenso wertet die G&L-Entwicklung das WSS-Signal aus und kann nachgelagerte Encoder anweisen, in 4:3 oder 16:9 zu kodieren. Die Encoder sind zukunftssicher mit HD-fähigen Videokarten 700HD von Osprey ausgestattet.
Hörfunksignale führt G&L von redundanten Tandberg-Receivern als MPEG2-Transportstrom an eine ASI-Kreuzschiene von Network Electronics. Allein 40 ARD-Hörfunkprogramme werden damit gleichzeitig weitergeleitet. Zahlreiche Audiodecoder von db Broadcast wandeln das ASI-Signal in einem redundanten Vistek-Frame platzsparend und bei minimaler Stromaufnahme in AES/EBU. Die kompakte und redundante Bauweise minimiert die Gefahr von Ausfällen und setzt neue Sicherheitsstandards. Über eine redundante Kreuzschiene AD128128M von Network Electronics werden die Hörfunk- und Schleifensignale schließlich an die Encoder geleitet.
Für das Encoding nutzt G&L leistungsfähige, redundant ausgestattete ProLiant DL380 G5 von Hewlett Packard. Sie sind über redundante Leitungen an das öffentliche Internet angeschlossen. Der Kunde kann den Signalweg per Webinterface und Webservice (z. B. XML-RPC) schalten. Die eingesetzten Geräte sind durchweg fernsteuerbar und unterstützen SNMP. Über das von G&L für Streaming stark erweiterte Monitoringsystem Nagios lassen sich Fehler rund um die Uhr automatisch erkennen und korrigieren. Mit ihrer Geräte- und Standortredundanz kann die Geißendörfer & Leschinsky GmbH ihre Encodingleistungen sogar mit bis zu 100%iger Verfügbarkeit per SLA anbieten. Das Systemhaus liefert seine Streams überwiegend, aber nicht exklusiv, über die weltweiten Plattformen von Akamai, Limelight Networks und Octoshape aus.
Schon seit 1999 überträgt die G&L Geißendörfer & Leschinsky GmbH Audio und Video im Internet. So macht das Systemhaus für Streaming, Softwareentwicklung und Internetdienste Inhalte von Sendern, aber auch von Unternehmen und Verwaltung live oder auf Abruf weltweit verfügbar – Radio- und Fernsehprogramme ebenso wie Kultur- und Sportveranstaltungen oder Konferenzen und Firmenevents.