15.09.2010
Das Europäische Radio Netzwerk Euranet informiert aus paneuropäischer Perspektive über kulturelle, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Geschehnisse in der EU – und das schon seit April 2008. 17 Rundfunkstationen sind derzeit an Euranet beteiligt. Sie stellen den anderen Teilnehmern ihre Beiträge zum Thema Europa zur Verfügung. Diese können die Inhalte dann unverändert wiederverwenden, vor dem Senden überarbeiten oder in eine neue Sendung integrieren.
Bislang haben die Euranet-Mitglieder die entsprechenden Sendungen meist per E-Mail ausgetauscht. Seit 13. September ist die Zusammenarbeit einfacher: Nach zweimonatigem Testbetrieb läuft nun die von Geißendörfer & Leschinsky entwickelte Audio Exchange Platform (AEP). Die zentrale Webschnittstelle konvertiert und archiviert die zugelieferten Inhalte automatisch. Die Plattform implementiert fünf verschiedene Euranet-spezifische Benutzerrollen und einen mehrstufigen Workflow mit automatischem Reporting.
Die AEP erfüllt unter anderem folgende Funktionen:
1. Upload von Audiofiles und Metadaten
2. Automatisches Transcoding der Metadaten ins mp3-Format
3. Automatische Auslieferung der mp3-Dateien und der Metadaten an das CMS
4. Verfassen und Hinterlegen von Zusatzdaten
5. Suche nach Referenznummer
6. Volltextsuche
7. Vorschau
8. Download der Audiofiles und Manuskripte
9. Statistik des laufenden Monats
10. Report über die Ausstrahlungen einer Produktion
11. Automatischer Monatsreport
12. Sender- und Nutzer-Management
13. Löschen von Produktionen
Innerhalb der nächsten drei Jahre soll die Plattform den Anforderungen von bis zu 50 angeschlossenen Sendern mit bis zu 1.000 Nutzern gerecht werden. Alexander Leschinsky, Geschäftsführer der Geißendörfer & Leschinsky GmbH, rechnet in diesem Zeitraum mit fast 187.000 Produktionen in allen 23 offiziellen Sprachen der EU, die über die AEP transcodiert, ausgetauscht und archiviert werden. Das entspricht über 1.327.000 Sendeminuten Originalmaterial oder 4,43 Tebibyte.